Montag, 14 Oktober 2013 10:55

Schäden, die keine sind

Plattfüße und X-Beine bei Kleinkindern

Es kommt oft vor, dass Eltern sich wegen mutmaßlicher Probleme in der motorischen Entwicklung ihres Kindes Sorgen machen. In vielen Fällen handelt es sich jedoch um unbegründete Sorgen.

Plattfuß

Der Plattfuß zeichnet sich durch einen weiten Bereich aus, in dem die Fußsohle den Boden berührt. Bei fast allen Kindern im Alter von bis zu drei Jahren scheint der Fuß auf dem inneren Rand zu stehen, und der Fußabdruck zeigt eine Berührung mit dem Boden nicht nur des äußeren, sondern auch des inneren Teils der Fußsohle. Der Fuß ist weich und biegsam, seine Bewegungen sind nicht steif, es ist kein Schmerz vorhanden, und das Kind steht gut und geht ohne Behinderung. Es handelt sich um einen natürlichen Plattfuß, der als Abweichung von der Norm auch beim Heranwachsenden weiter bestehen kann und in etwa 15% der Fälle beim Erwachsenen wiederzufinden ist, ohne Behinderung oder Schmerz hervorzurufen. Einige von amerikanischen Autoren bei den Armeeangehörigen durchgeführte Studien zeigten, dass der Plattfuß keine Behinderung verursacht und sogar weniger Brüche durch Überlastung erleidet als die anderen. Diese flexiblen Füße ohne offensichtliche Funktionsbeschränkungen erfordern keinerlei Behandlung. Eventuelle Korrekturen an den Schuhen oder Einlagen werden von den Kindern schlecht ertragen und stellen eine Geldverschwendung dar.

X-Beine

X-Beine werden durch eine Abweichung des Kniewinkels verursacht: Wenn diese sich berühren, bleiben die Füße voneinander entfernt, sodass man ihre Entfernung misst, um das Ausmaß der Missbildung zu beurteilen. Diese Erscheinung ist bei Kindern vom Beginn des Laufens an sehr verbreitet, und bis zum Alter von 6 Jahren sind X-Beine als natürlich anzusehen. In den meisten Fällen gleichen sie sich mit dem Wachstum spontan aus. Es gibt keinen Grund dazu, korrigierende Schuhe oder Einlagen zu tragen. Es kann dagegen nützlich sein, den Verlauf der Entwicklung des Fehlers alle 4-6 Monate zu fotografieren, um zu beurteilen, ob dieser sich verstärkt. Man sollte versuchen herauszufinden, ob in der eigenen Familie ähnliche Missbildungen vorhanden sind, und sehen, ob zugleich andere Probleme wie z.B. Fettleibigkeit oder Begleitkrankheiten vorliegen. Übergewicht und geringe Muskeltätigkeit können tatsächlich das Weiterbestehen des Fehlers begünstigen. Wenn der Ansporn zu sportlicher Betätigung und Spiel und das Achten auf das richtige Gewicht nicht ausreichen, oder wenn die familiäre Anlage die Oberhand gewinnt, werden die X-Beine in der Pubertät zu einem wirklichen Problem, und die Missbildung muss vorzugsweise in der Periode des schnellen Wachstums durch eine Operation korrigiert werden.

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